Dinosaurier

echse

Nach einiger Zeit gibt es mal wieder Neues in dieser Rubrik. Da ich allerdings in der Zoologie nicht allzu sehr bewandert bin, möchte ich das heutige Bild von der fotografischen Seite beleuchten und ausnahmsweise kein weiteres Wort über dieses Überbleibsel aus der Kreidezeit verlieren.

In der Entstehungsgeschichte der Aufnahme zeigt sich wieder einmal, dass schöne Bilder oft spontan entstehen. So war es in diesem Fall meine Freundin, die dieses winzige Reptil entdeckte, während ich mit der Suche nach ganz anderen Motiven beschäftigt war.

Da es sich um ein spontane Aufnahmesituation handelte, war zum Zeitpunkt der Entstehung meine vordergründige Intension, die Echse vor ihrem Verschwinden abzulichten.  Auf Grund ihrer kleinen Größe musste ich meine höchste Brennweite von 105mm nutzen und so nah, wie es mein Objektiv erlaubte, an das Tier heran. Es entstand trotzdem eine Bild, welches einen viel größeren Ausschnitt zeigt, als er letztendlich hier zu sehen ist. Die hohe Auflösung meiner Kamera ermöglichte glücklicherweise eine ausreichend verlustfreie Vergrößerung des hier gezeigten Bildausschnitts.

Auch habe ich mir nicht die Zeit genommen meine auf manuell gestellte Kamera exakt auf das Motiv abzustimmen, weshalb ich nur mit ISO 200 die recht lichtschwache Szene fotografierte, welche ich auch noch mit meinem eigenen Schatten abdunkelte. Das Resultat der nötigen digitalen Nachbelichtung, Aufhellung und Vergrößerung ist ein wahrnehmbares Bildrauschen in dunklen Bereichen des Fotos. Dennoch wirkt dieses Bildrauschen in Verbindung mit der starken Unschärfe im Vordergrund in meinen Augen stimmig.

Um letztendlich das Hauptaugenmerk auf die Echse zu lenken, dunkelte ich die umliegenden Bereiche ab, fügte die Vignettierung hinzu und tönte den leicht gelb leuchtenden unteren Teil des Kopfes des Reptils nach.

Im Nachhinein wünsche ich mir für die Ablichtung eines so kleinen Schuppentiers ein Makro-Objektiv, welches im Vergleich zu meinem Objektiv einen wesentlich größeren Abbildungsmaßstab ermöglicht. Dies hätte wiederum zu mehr Schärfe geführt und der interessanten Struktur der Haut mehr Rechnung getragen.